LOST IN JAPAN
2023 年 8 月 27 日
Hier sein fühlt sich nicht wie Japan an. Es fühlt sich an wie weg von Zuhause. Weg von den Menschen die sonst Alltag waren, weg von meinen Möbeln, weg aus der Umgebung die ich seit 19 Jahren jeden Tag gesehen habe. Schlimm ist das nicht, es ist ungewohnt. Auf einmal steht man da, in einem neuen Leben, ohne erkennbare Struktur und hat nichts woran man sich festhalten oder orientieren kann.
Kurze Bestandsaufnahme
Ich bin angekommen, gestern, irgendwann
so gegen 13 Uhr Ortszeit, wurde vom Flughafen abgeholt und mit meinem
Mitfreiwilligen Samuel irgendwo in Osaka bei einem Haus abgeliefert, das
für besonderes Design ausgezeichnet wurde – unser Schlafplatz für die
nächste Zeit. Kurz Gepäck abgestellt, dann gings weiter mit Futon
Shopping und Abchecken der Einsatzstelle – ein Förderzentrum für
Menschen mit Behinderung. Erster Eindruck, die Mitarbeiter sind nett und
die Räumlichkeiten sehen schön aus.
Später waren Samuel und ich
noch einkaufen. War ’ne interessante Angelegenheit. Von vielen Dingen
wussten wir nicht was es sein soll, deswegen haben wir die safest Option
gewählt und Nudeln mit (hoffentlich) Tomatensauce gekauft. Ansonsten
noch Reis, Sojasauce und ein paar Dinge für den alltäglichen Gebrauch.
Oh und Onigiri, die kosten hier nur 120 Yen (75 ct), voll günstig, in
Deutschland muss man dafür 3 Euro bezahlen.
Wieder zurück am Schlafplatz, haben wir ein bisschen Interior Designer gespielt und mit diversen Dingen, die unsere Vorgänger da gelassen haben unsere Zimmer eingerichtet und gepimt (Es gab ’ne Menge Steckdosenadapter, Möbel, Japan Bücher und eine Lichterkette). Danach war ich, wahrscheinlich auch aufgrund des flugbedingten Schlafmangels, ziemlich müde und bin um 21 Uhr oder so auf meinem frisch gekauften Futon ins Land der Träume entschwunden.
