EXPLORING OSAKA

2023 年 8 月 28 日

Heute habe ich aufgrund des Schlafmangels verschlafen. Dumm. Denn um 10 Uhr hatten wir einen Termin im Büro. Zum Glück hat Samuel rechtzeitig an meine Tür geklopft und mich geweckt. Ziemlich müde bin ich runter gegangen, wo ich feststellen musste, dass wir auch noch das Haus verlassen würden. Mit dem Bus sind wir zu einer Art Bürgeramt gefahren, in dem ein bisschen Papierkram erledigt wurde.

Bus Fact: Man bezahlt beim Aussteigen und egal wie viele Stationen man gefahren ist, es kostet immer gleich viel.

Nach der Papierkramsache sind wir zurück zum Schlafplatz gefahren. Leider hatten Samuel und ich dort kein Spülmittel, deswegen sind wir vor dem Mittag in die überdachte Einkaufsstraße gesteppt und haben in der Drogerie welches gekauft. Das war relativ easy. Was nicht so easy war, war ein Geschirrhandtuch zu finden, das fehlte uns nämlich auch noch. Im Endeffekt ist es nur ein normales kleines Handtuch geworden, dass leider das Geschirr nicht trocken macht, sondern nur Fusseln darauf hinterlässt… Schade. Ansonsten haben wir noch fancy Stäbchen geshoppt damit wir unser Mittagsmal edel Verzehren würden können.

Das geplante Mittagsmahl:
–    Instantnudeln für Paula
–    (In der Theorie) Kidneybohnen mit Reis für Samuel

Mein Essen machte keine Probleme, Samuels dafür umso mehr. Erstmal musste rausgefunden werden wie man Reis kocht. Das war machbar. Dann gab es aber keinen Dosenöffner, um die Bohnendose auf zu machen. Weil wir aber echte Survivalkünstler sind, war das für uns gar kein Problem und wir haben die ganze Öffnungsprozedur sicher und kontrolliert mit einem Messer und einer Schere durchgeführt. Leider stellte sich dann heraus, dass die Bohnen ziemlich süß waren. Also wirklich sehr süß. Süßer als ‘ne Cola oder so. Stand natürlich auch auf der Packung, nur leider auf Japanisch.

Nach dem Essen haben wir die Fahrräder inspiziert die uns von der Unterkunft zur Verfügung gestellt werden. Waren leider alle platt und die Luftpumpe war kaputt. Wir mussten also unseren geplanten Trip zum Tsutenkaku mit der Bahn antreten. Die kann man sich wie eine S-Bahn vorstellen, vielleicht ein bisschen sauberer. Was mir übrigens an allen öffentlichen Verkehrsmitteln bis jetzt aufgefallen ist, am Bahnsteig oder der Bushaltestelle ist immer genau gekennzeichnet wo später die Türen vom Fahrzeug sind. Ziemlich praktisch.

Der Weg von der Haltestelle zum Tsutenkaku war ganz aufregend. Alles war ziemlich bunt und leuchtend. Es gab Schießbudenläden und ‘ne Menge Spielkasinos. Es hat sich wirklich angefühlt als wäre man auf dem Rummel. In ein richtig fettes Spielkasino sind wir auch rein gegangen und das war krass. Reihenweise Spielautomaten mit Pachinko Spielen. Dicht an dicht, soweit das Auge reichte. Die Leute die davor saßen waren wie automatisiert. Die haben teilweise nebenbei auf ihr Handy geschaut und Musik gehört, während sie Glücksspiele gespielt haben. Was aber am heftigsten war, war die Lautstärke. Es hat sich da drin angehört als stünde man direkt neben einem riesigen Wasserfall. Ein konstantes, dröhnendes Rauschen. Glücksspiel haben wir dort drin‘ natürlich nicht gespielt, aber die Toiletten haben wir ausprobiert. Und die waren, so wie man sich Japanische Toiletten vorstellt, mit jeder Menge Spielereien ausgestattet.

Der Bereich direkt um/ unter dem Tsutenkaku sah aus wie die Bilder, die man in Reiseführern unter „Osaka“ findet. Der Turm an sich war auch ziemlich schick.
In der Nähe gabs ein kleines Restaurant, das uns von unserem Hausherrn empfohlen wurde. Dort gabs alles in frittiert am Stiel. Probiert haben wir: Käse, Beef, Aubergine und Ei. Fazit: War lecker und günstig (ca. 3,80€ für vier Stück + Wasser).
Danach sind wir noch ein bisschen in der Stadt herumspaziert.
Entdeckungen:
–    Transporter die mit Leuchtenden Bildschirmen an der Seite
      und lauter Musik zu Werbezwecken in der Stadt rumfahren
–    Viel Werbung nach dem Motto „mehr ist mehr“ und alles muss
      kawaii sein
–    Sehr viele Fahrradfahrer
–    Noch mehr Automaten